Infektionsschutz

Infektionen vermeiden: auf Hygiene achten

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema Infektionsschutz

1. Schmierinfektionen: Händewaschen schützt
Auch nach dem Ende des aktuellen Ausbruchs kann der Erreger weiterhin von Mensch zu Mensch durch so genannte Schmierinfektionen (fäkal-oral) weitergegeben werden - also über verunreinigte Hände in den Mund. Der beste Schutz gegen diese Übertragung ist gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife und sorgfältiges Abtrocknen:

vor der Zubereitung von Speisen,
vor dem Essen,
nach dem Toilettengang,
nach Kontakt mit Tieren.

Bei kleinen Kindern sollte zudem auf sauberes Wasser im Planschbecken und unverschmutzten Sand im Sandkasten geachtet werden.

2. Schutz vor lebensmittelbedingten EHEC-Infektionen
Neben der Empfehlung zurzeit auf den Verzehr von aus Ägypten importierten Bockshornkleesamen sowie aus ihnen gezogenen rohen Sprossen und Keimlingen zu verzichten, sollten die allgemeinen Empfehlungen zur Lebensmittelhygiene weiterhin beachtet werden.

Wie die meisten Erreger von Erkrankungen, die über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden können, lassen sich auch EHEC-Bakterien durch Erhitzen beim Kochen, Braten oder Pasteurisieren (bei 70°C für 10 Minuten) abtöten. Tiefgefrieren garantiert hingegen nicht, dass ein Lebensmittel vollständig frei von EHEC wird. Zur Vermeidung lebensmittelbedingter Infektionen sind folgende Hygienemaßnahmen bei der Zubereitung von Speisen empfohlen (vgl. Bundesinstitut für Risikobewertung).

Roh verzehrtes Gemüse und Obst gründlich waschen und ggf. schälen.
Fleisch und Hackfleisch von Wiederkäuern vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (mindestens 70° C für mehrere Minuten).
Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen.
Auf Rohmilch verzichten oder zumindest vor dem Verzehr abkochen.
Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit Lebensmitteln gründlich reinigen und abtrocknen.
Wisch- und Handtücher nach der Zubereitung von Obst oder Gemüse und rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60° C waschen.

EHEC- Bakterien können infolge der fehlenden Wärmebehandlung auch vorkommen in:

streichfähigen Rohwürsten (z.B. Zwiebelmettwurst, Teewurst, Braunschweiger),
Rohmilchkäse (verpackter Käse aus Rohmilch muss mit dem Wortlaut "mit Rohmilch hergestellt" gekennzeichnet sein),
unpasteurisiertem Apfelsaft.

Außerdem:

Speisen und Getränke nur außerhalb von Tierställen und Gehegen verzehren.
Personen mit Durchfallerkrankungen sollten am besten keine Speisen zubereiten.

Das Risiko für lebensmittelbedingte Infektionen mit EHEC und vielen anderen Durchfallerregern lässt sich mit diesen einfachen Mitteln senken.

Eine vorbeugende Impfung gegen EHEC gibt es nicht.