Krankenhaus Hygiene

Krankenhaushygiene

Krankenhausinfektionen und resistente Krankheitserreger sind in ganz Europa ein ernst zu nehmendes Problem. Jährlich erkranken in Deutschland 400.000 - 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen, circa ein Drittel davon wäre vermeidbar. Etwa 10.000 Menschen versterben laut aktuellen Schätzungen aus Studien jedes Jahr in Deutschland an Krankenhausinfektionen.

Der Bekämpfung von resistenten Krankheitserregern widmet die Bundesregierung große Aufmerksamkeit. Da die Bekämpfung nur durch ein gezieltes Maßnahmenbündel erfolgreich sein kann, hat das Bundesministerium für Gesundheit neben dem Infektionsschutzgesetz als gesetzliche Regelung auf Bundesebene eine Strategie zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen, die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART), entwickelt. Die DART enthält umfassende Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland, die bis 2013 umgesetzt sein sollen.

Es bestehen eine Vielzahl weiterer Maßnahmen und Regelungen zur Verbesserung der Hygiene in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Das Infektionsschutzgesetz enthält eine Reihe von Bestimmungen, damit die Gesundheitsämter und die übrigen zuständigen Landesgesundheitsbehörden Maßnahmen treffen können, um nosokomiale Infektionen zu verhüten und zu bekämpfen.

Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (KRINKO) hat Empfehlungen zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen erarbeitet, die regelmäßig aktualisiert werden. Sie befassen sich mit betrieblich-organisatorischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygiene, dem Hygiene-Management sowie Methoden zur Erkennung, Erfassung und Kontrolle dieser Infektionen. Die Empfehlungen können in Gerichtsverfahren zur Beurteilung der beruflichen Sorgfaltspflicht herangezogen werden.

Die wichtigste und einfachste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen stellt jedoch die ausreichende Desinfektion der Hände dar. Um die Akzeptanz dieser Maßnahme in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zu fördern, wurde im Januar 2008 die "Aktion Saubere Hände" des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. und des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance von nosokomialen Infektionen ins Leben gerufen. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

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